Eine weitere spannende und vielfältige Möglichkeit für euch, wichtige Auslandserfahrung zu sammeln, ist die sogenannte Freiwilligenarbeit.

Dies ist ein Oberbegriff für verschiedene Möglichkeiten, im Ausland zu jobben, ohne dafür bezahlt zu werden.

Warum solltet ihr dies tun? Freiwilligenarbeit kann euch sehr viel bringen – und zwar auf unterschiedlichen Ebenen. Ihr könnt sehr wertvolle Auslandserfahrungen sammeln, euch beruflich fortbilden, etwas Gutes für die Menschen oder die Umwelt vor Ort tun, viele interessante Menschen kennenlernen und vieles mehr. Sicher werdet ihr auch durch die Erfahrung profitieren, indem ihr selbstbewusster werdet, toleranter und weltoffener.

Das sogenannte Volunteering bezeichnet eine zeitlich befristete Projektarbeit im Ausland und dauert meisten zwei oder drei Monate. Andere Arten des Freiwilligendienstes können auch ein Jahr oder sogar zwei Jahre lang dauern. Üblicherweise entsenden euch kirchliche, soziale oder andere wohltätige Organisationen zu einem solchen Dienst im Ausland. Möglich sind zudem auch sogenannte Workcamps, deren Projekte meist nur wenige Wochen dauern. Zudem gibt es die in Deutschland bekannten Projekte Freiwilliges Soziales Jahr und Freiwilliges Ökologisches Jahr ebenfalls im Ausland, auch wenn die meisten dies in Deutschland selbst absolvieren.

Freiwilligendienste dienen der Völkerverständigung und haben ein hohes soziales Anliegen. Dies erkennen übrigens auch potentielle künftige Arbeitgeber an, wenn ihr es absolviert habt. Und gerade in medizinischen Bereichen gibt es einige Einsatzmöglichkeiten. So könnt ihr im Gesundheitswesen im Ausland ebenso gut freiwillig Dienst leisten wie in anderen sozialen Sparten oder im Umwelt- beziehungsweise Naturschutz.

Ihr könnt in der Beratung tätig werden, in der Erziehung, als Lehrer, aber auch in der Landwirtschaft oder in anderen wirtschaftlichen Projekten. Ihr werdet beim Freiwilligendienst das Land und seine Leute echt und hautnah kennenlernen, weil ihr in den Alltag eingebunden seid. Zudem könnt ihr eure Sprachkenntnisse auffrischen oder sogar perfektionieren, je nachdem, wie lange ihr Dienst leistet. Ihr könnt den Freiwilligendienst weitgehend selbst organisieren oder das in die Hände von entsprechenden Dienstleistern legen.

Häufig bekommt ihr Unterkunft, Kost und Logis gestellt, so dass für euch vor Ort keinen nennenswerten Kosten anfallen. Dennoch müsst ihr die Reise meist selbst bezahlen und wollt vielleicht auch außerhalb des Dienstes noch etwas unternehmen. Daher ist ein Freiwilligendienst meist ein „Zuschussgeschäft“, aber der monetäre Aspekt sollte dabei eine absolut untergeordnete Rolle spielen.

Freiwilligendienste finden oft in Afrika, Asien und dort vorwiegend in unterentwickelten Regionen statt. Daher müsst ihr euch entsprechend psychisch und physisch vorbereiten. Ihr solltet psychisch gefestigt und körperlich fit sein und auch härtere Arbeit nicht scheuen. Und ihr müsst euch auf große Abstriche bezüglich der gewohnten Lebensqualität einstellen. Dafür erwarten euch große Abenteuer, die tolle Möglichkeit, mit eurer eigenen Arbeitskraft sehr wichtige Ziele zu unterstützen sowie eine sehr große Dankbarkeit der Menschen vor Ort.

Zudem profitiert ihr – wie bereits beschrieben – auf verschiedenen Ebenen selbst von einem solchen Einsatz im Ausland. Bevor ihr in eine Lnd reist, um dort Freiwilligendienst zu leisten, müsst ihr natürlich gewisse Formalitäten regeln, die die Finanzierung, Versicherungen, Visum, Logistik und vieles mehr betreffen. Wer sich auf das Abenteuer Freiwilligenarbeit einlässt, darf sich auf eine besondere und sehr wichtige Erfahrung in seinem Leben freuen, von der nicht nur er selbst, sondern auch die Menschen in dem Land profitieren, in dem ihr arbeitet. Weitere Informationen sowie eine Vielzahl an Freiwilligenprojekten findet ihr auch auf Freiwilligenarbeit.de sowie auf http://www.go4europe.de, dem Portal für europäische Freiwilligendienste.