Das zweite Examen hat es echt in sich. Nach 3-monatigem Dauerlernen ist man froh, wenn das alles vorbei ist und einem das Leben wieder hat 😉

Zwischenzeitlich denkt man, oh mein Gott! Wie soll ich das nur alles schaffen, wenn man die Berge von Ordnern und Büchern sieht. Doch auch wenn es abgedroschen klingt, alles geht vorbei und man schafft es irgendwie, diese stressige und nervenaufreibende Zeit zu überstehen. Das Schlimmste fand ich, dass zum einen jeder Tag gleich war. Man steht auf, setzt sich an den Schreibtisch und geht wieder ins Bett. Und das Ganze 3 Monate lang, in der schönsten Sommerzeit. Wobei ich gestehen muss, mir auch mal ein paar Stunden frei genommen zu haben, um beispielsweise ins Freibad zu gehen, allerdings immer mit einem Buch oder Hefter in der Tasche 😉 Das braucht man aber auch zwischendurch einfach mal, um den Kopf frei zu bekommen und dann mit neuer Energie durchzustarten.

Zum anderen war der Tag vor den Prüfungen Horror für mich. Das Gefühl zu haben, oh Gott morgen ist es soweit und du musst noch so viel schaffen, war fürchterlich. Dieses Kribbeln im Bauch, als stände man vor dem ersten Date und die Aufregung machen einen echt fertig. Aber auch da muss man versuchen, sich zu beruhigen und den Tag noch irgendwie effektiv zu nutzen. Die Prüfungen an sich waren eigentlich alle ganz entspannt. Die Prüfer sind alle nett und wollen einem ja auch nichts Böses. Im Gegenteil, sie helfen auch und fragen, wenn man mal etwas nicht weiß, auch nach. Man muss sich klar machen, dass es nicht nur die 1 und das Durchfallen gibt, sondern auch noch 3 Noten dazwischen. Man muss nicht alles wissen, aber man sollte auf jeden Fall den groben Überblick behalten und auch verstanden haben.

Ich habe effektiv wirklich nur die Zeit nach dem 8. Semester und zwischen den einzelnen Prüfungen genutzt. Ich würde es jedem empfehlen, dass Examen direkt nach dem 8. Semester zu machen. Ich kann von mir aus sagen, hätte ich ein Lernsemester eingeschoben, hätte ich es bestimmt nicht wirklich genutzt und auch kurz vor Ultimatum erst angefangen mit dem Lernen. Gerade das Sommersemester lädt ja förmlich zum „Nicht-Lernen“ ein 😉 Und dann wieder rein zu kommen stelle ich mir schwierig vor. Klar ist es viel und um ein 1er Examen zu machen, muss man wahrscheinlich auch mehr machen, aber man schafft es auch so. Und die Prüfer sehen es auch sehr gerne, wenn man direkt im Anschluss das Examen macht und sich auch nicht krankschreiben lässt. Sie wissen ja auch, wie viel es ist und wie viel Zeit uns zur Verfügung steht.

Setzt euch nicht allzu sehr unter Stress. Versucht die Zeit zwischen den Prüfungen so effektiv wie möglich zu nutzen und macht auf jeden Fall auch Altprotokolle. Diese sind in vielen Fächern viel Wert. Ihr schafft das!!!