Ihr interessiert euch dafür, vor dem Studium ein Jahr ins Ausland zu gehen, um dort euren Horizont zu erweitern?

Dann habt ihr ganz unterschiedliche Möglichkeiten dazu, die wir in den einzelnen Kapiteln genauer vorstellen: Au-pair, Freiwilligendienst, Work and Travel, Sprachreisen und Auslandspraktika sind die beliebtesten und am häufigsten in Anspruch genommenen. Ihr könnt auch verschiedene Möglichkeiten miteinander variieren und beispielsweise in eine Work and Travel-Reise Sprachunterricht integrieren. Oder erst im Ausland ein Praktikum absolvieren, dann die Sprache lernen und anschließend noch umherreisen und jobben. Einen guten Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten gibt euch hier das Portal www.auslandsjahr.org sowie auch www.auslandszeit.de.

Die Möglichkeiten sind extrem vielfältig, im Ergebnis hingegen sind ein paar ganz wesentliche Vorteile eines längeren Auslandsaufenthaltes einig. Dazu zählen die enorm guten Möglichkeiten, im Ausland eine Sprache wesentlich besser lernen zu können als in Deutschland. Denn ob ihr im Ausland arbeitet oder „nur“ reist, ihr werdet bei einem längeren Aufenthalt fast automatisch die Landessprache sehr gut lernen, weil ihr in den Alltag eingebunden seid und viele Kontakte zur einheimischen Bevölkerung habt. Das gilt natürlich nicht für eine vierwöchige Pauschalreise nach Mallorca, aber wer ein Land intensiv und offen bereist, wird die Sprache recht schnell lernen – ob mit oder ohne professionelle Unterstützung.

Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, ein ganzes Jahr im Ausland zu verbringen, müsst ihr mit den Planungen dafür sehr frühzeitig beginnen und diese sehr ernsthaft und umfassend betreiben. Denn zunächst gilt es, alle notwendigen Formalitäten zu regeln: Finanzierung der Reise, Jobsuche im Ausland, Unterkunft, Versicherung, Gesundheitsschutz und vieles mehr gehören dazu.

Natürlich müsst ihr bei einer Auslandreise nicht in einem Land bleiben, sondern könnt ganze Regionen „abgrasen“. Wer beispielsweise für ein Jahr nach Australien reist, ohne einen „Abstecher“ nach Neuseeland zu machen, handelt nicht sonderlich weitsichtig. Es sei denn, er ist auf der Reise beruflich an Australien gebunden.

Grundsätzlich sind Eigenschaften wie Flexibilität, Weltoffenheit, Toleranz sowie die Fähigkeit, gut auf andere Menschen einzugehen, sehr wichtig, um im Ausland zu „bestehen“. Natürlich gehört auch eine Portion Mut dazu, aber man muss ja auch nicht als Einzelkämpfer verreisen beziehungsweise muss nicht den ganzen Trip allein bleiben. Es gibt fast auf der ganzen Welt gute Anlaufpunkte, um Gleichgesinnte zu treffen.

Wer eine längere Zeit ins Ausland verreist, sollte sich individuelle Ziele stecken und dann versuchen, diese zu erreichen. Ziele können sein, Sprachen zu lernen, Geld zu verdienen, Land und Leute kennenzulernen, beruflich voranzukommen oder auch von all dem ein bisschen. Ihr solltet euch realistische Ziele stecken und stets auch bedenken, dass und wie diese erreicht werden können. Dazu könnt ihr euch von Veranstaltern teilweise oder ganz unterstützen lassen, ihr könnt aber auch alles auf eigene Faust organisieren.

Wichtig ist, dass ihr auf die Erfahrungen von Menschen eingeht, die ein Auslandsjahr bereits hinter sich haben. Es gibt im Internet zahlreiche Seiten und Blogs mit wertvollen Erfahrungsberichten von Travellern, die euch sicher helfen können. Da geht es meist um ganz praktische Tipps zu Unterkünften, zur Fortbewegung, aber auch zu kulturellen oder beruflichen Aspekten auf einer Auslandsreise.