Es empfiehlt sich, ab dem 6. Semester die Ringvorlesungen zu besuchen (möglich ist es schon seit dem 5. Semester).

Diese sind für das 6. bzw. 5. bis 8. Semester und rotieren von den Themen her, sodass jeder mal jede Themen gehört hat.

Im 6. Semester wird das gesamte Semester in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Hälfte beginnt mit dem Praktikum „Biochemische Untersuchungsmethoden“ und die andere Hälfte mit dem Praktikum „Pharmazeutische Biologie III“. Danach wird gewechselt. Die Klausur „Biochemische Untersuchungsmethoden“ wird zusammen am Ende des Semesters geschrieben. Die mündliche Prüfung in „Pharmazeutische Biologie III“ wird von der ersten Hälfte mitten im Semester durchgeführt und von der zweiten Praktikumsgruppe ebenfalls am Ende des Semesters. Es hat beides seine Vor- und Nachteile. Ist man in der ersten Bio-Gruppe, hat man zeitgleich zu den mündlichen Prüfungen, die Seminare der Biochemie, auf die man sich ebenfalls vorbereiten muss. Ist man in der zweiten Bio-Gruppe hat man etwa zur gleichen Zeit die mündliche Prüfung, als auch die Biochemie-Klausur.

Biochemische Untersuchungsmethoden

Das Seminar, sowie das Praktikum „Biochemische Untersuchungsmethoden“ beinhaltet die Stationen Nukleinsäuren, Aminosäuren, Proteinanalytik, Enzyme, Immunologie, Serumdiagnostik, Diagnostik des Glucosestoffwechsels, sowie Harndiagnostik.

Die Seminare sind so aufgebaut, dass ihr euch vorher, anhand von Stichpunkten im Skript, darauf vorbereiten müsst. Im Prinzip ist das gesamte Seminar ein Colloque. An den Praktikumstagen findet ebenfalls zuerst ein kurzes Colloque in der gesamten Praktikumsgruppe statt. Die Hälfte des Semesters wird hierbei noch in kleinere Gruppen eingeteilt. Des Weiteren ist zu jeder Praktikumsstation ein Protokoll anzufertigen.

Das Praktikum an sich ist nicht weiter schwierig und auch gut zu schaffen. Was in diesem Fach sehr zeitintensiv ist, ist die Vorbereitung auf die jeweiligen Seminare, sowie auf die Colloques vor dem Praktikum.

Am Ende des Semsesters wird eine einstündige Klausur geschrieben. Hilfreich sind hierfür die Altklausuren, die ihr von der Fachschaft bekommt.

Pharmazeutische Biologie III

Das Seminar zum Praktikum „Pharmazeutische Biologie III“ wird schon am Ende des 5. Semesters gehalten. Hierbei wird  auf die theoretischen Hintergründe der Praktikumsaufgaben eingegangen.

Im Praktikum wird in 3er bzw. 4er Gruppen gearbeitet. Es werden selbstständig die Aufgaben im Skript durchgeführt und die Ergebnisse angesagt. Zu jeder Station müssen auch hier wieder Protokolle angefertigt und Fragen beantwortet werden.

In den einzelnen Stationen werden folgende Inhaltsstoffe quantitativ, sowie qualitativ untersucht:

  • Procyanidine und Flavonoide
  • Herzwiksame Glykoside
  • Phenolglykoside und Cumarine
  • Curcumin und Capsacinoide
  • Valepotriate und Coffein
  • Opium und Tropanalkaloide
  • Ätherische Öle
  • Anthron-Derivate und Hypericin
  • Aescin, Thymol und Saponine
  • Benzylpenicillin und Pankreatin

Es werden fast immer DC-Untersuchnungen durchgeführt, um u.a. zu schauen, welche Inhaltsstoffe in welchen Pflanzen vorhanden sind, sowie um Verfälschungen, d.h. Verunreinigungen zu erkennen. Des Weiteren werden die Drogen soweit aufgearbeitet, dass man photometrisch den Gehalt von bestimmten Inhaltsstoffen bestimmen kann.

Im Anschluss an das Praktikum findet eine mündliche Prüfung bei einem der Professoren statt. Hierfür müsst ihr die theoretischen Hintergründe, sowie den groben Ablauf der Durchführungen bzw. der Nachweisreaktionen drauf haben. Des Weiteren solltet ihr zu jeden Inhaltsstoff die typischen Pflanzen (Stammpflanze + Familie) wissen. Außerdem legen die Professoren Wert darauf, dass ihr die chemischen Formeln der Inhaltsstoffe zeichnen könnt und beschreiben könnt, was sich daran bei den einzelnen Reaktionen verändert und anhand dessen z.B. die Löslichkeit beurteilen könnt.

Pharmakologisch- Toxikologischer Demonstrationskurs

Die Seminare Rezeptortheorie, Tierschutz/Tierverhalten, Alternativmethoden, Metabolismus, Kinetik, Dynamik, sowie Unerwünschte Arzneimittelwirkungen und AM-Entwicklung/Zulassung werden schon am Ende des 5. Semesters gehalten.

Am Anfang des 6. Semesters werden dann die Stationen Wundheilung, Penetration/Permeation, Zytotoxikologie, Comet Assay, sowie Het Cam und Reprotoxikologie durchlaufen. Hier werden auch praktische Aufgaben durchgeführt bzw. demonstriert und die Arbeitsmethoden kennen gelernt.

Im Ansachluss an den „Pharmazeutisch-toxikologischen Demonstrationskurs“ wird eine Klausur geschrieben.

Ringvorlesungen (siehe 5.Semester)
  • Pharmazeutische und medizinische Chemie
  • Pharmazeutische Technologie
  • Pharmazeutische Biologie (Arzneipflanzen, biogene Arzneistoffe, Biotechnologie)
  • Pathophysiologie (geht über 2 Semester)
  • Pharmakologie und Toxikologie (Pharmakotherapie)

Hier geht’s zum 7. Semester!