Arzneistoffanalytik unter besonderer Berücksichtigung der Arzneibücher

In der Vorlesung „Arzneistoffanalytik unter besonderer Berücksichtigung der Arzneibücher“ spricht man einzelne Monographien der Arzneistoffe durch. Es wird auf die Identitäts- und Reinheitsprüfungen, sowie auf die Bestimmung des Gehaltes eingegangen. Dabei wird besonderer Wert auf Reaktionsgleichungen, Bestimmungsmethoden und Nachweisreaktionen von spezifischen Gruppen gelegt. Ein weiteres Thema der Vorlesung ist die quantitative Bestimmung der Fettkennzahlen, wozu die Säurezahl, die Esterzahl, die Verseifungszahl, die Hydroxylzahl, sowie die Iod- und Peroxidzahl zählen.

Im dazugehörigen Praktikum „Arzneistoffanalytik unter besonderer Berücksichtigung der Arzneibücher“ wird in Zweiergruppen gearbeitet.

Jede Gruppe muss eine Schmelzpunktbestimmung mit Hilfe des Kapillarschmelz- oder Blockschmelzverfahrens durchführen. Außerdem werden Analysen mit bekanntem Arzneistoff ausgeteilt, bei dem man Identität, Reinheit oder den Gehalt bestimmen muss. Sind die Ansagen richtig, bekommt man den nächsten Arzneistoff. Ist die Ansage falsch, bekommt man eine A Analyse desselben Arzneistoffs. Ist die Ansage dann wieder falsch, bekommt man eine B Analyse usw. Des Weiteren muss jede Zweiergruppe drei Fettkennzahlen bestimmen.

In Vierergruppen muss zusätzlich eine eigene Monographie zu einem vorgegebenen Arzneistoff erarbeitet werden, in der geeignete Identitäts- und Reinheitsprüfungen, sowie Methoden der Gehaltsbestimmung erläutert werden.

Am Ende des Semesters wird eine Klausur geschrieben. Dafür solltet ihr auch die Strukturformeln der einzelnen Arzneistoffe, die ihr in der Vorlesung und im Praktikum durchgegangen seid, draufhaben.

Immunologie, Impfstoffe, Sera

In der Vorlesung „Immunologie“ geht es rund um das Immunsystem. Wie es aufgebaut ist, wie die Immunzellen ein Antigen erkennen, wie diese Informationen verarbeiten und welche Konsequenzen die Aktivierung von Immunzellen hat. Des Weiteren wird erklärt, wie es zu einer Immunreaktion kommt, wie diese koordiniert und anschließend wieder abgeschaltet wird. Außerdem wird auf das defekte Immunsystem eingegangen. Hierbei geht es um immunpathologische Krankheitszustände und wie sie entstehen. Daneben werden Interventionsmöglichkeiten, wie z.B. die Immunstimulation, Immunsuppression und Substitution durchgesprochen.

In diesem Fach wird keine Klausur geschrieben. Es empfiehlt sich dennoch zu der Vorlesung zu gehen, da man das Immunsystem und dessen Reaktionen in dieser Tiefgründigkeit in keinem anderen Fach zu hören bekommt.

Krankheitslehre

Die Vorlesung „Krankheitslehre“ findet extern in der Charité statt und läuft über 2 Semester.

Es werden einzelne Krankheitsbilder, wie z.B. KHK, Rheuma, Infektionen usw.,  sowie dessen Behandlungen besprochen. Wobei in dieser Vorlesung mehr die Diagnostik, als die medikamentöse Therapie im Vordergrund stehen.

Dies ist keine Pflichtveranstaltung, aber trotzdem sehr interessant. Wobei die Vorlesung meiner Meinung nach eher auf Zahnmediziner, die zusammen mit uns Pharmazeuten diese Veranstaltung besuchen, zugeschnitten ist.

Biochemie und Molekularbiologie

In der Vorlesung „Biochemie und Molekularbiologie“ werden nochmal die grundlegenden Dinge der Biochemie und Molekularbiologie erklärt.  Die Veranstaltung richtet sich allerdings mehr an die Biologen, mit denen ihr zusammen die Vorlesung hört.

Pharmazeutische und medizinische Chemie

Die Ringvorlesung „Pharmazeutische und medizinische Chemie“ richtet sich an alle Studenten des 5.-8. Semesters. Wobei die Themen rotieren, sodass jeder mal alle Themen im Laufe der vier Semester gehört hat.

Es werden Arzneistoffgruppen behandelt, bei denen kurz auf die Wirkunsweise, sowie die physiologischen Hintergründe eingegangen wird. Dann werden tiefgründiger einzelne Arzneistoffe bezüglich ihrer Strukturformel, ihren Nachweis- und Synthesereaktionen, sowie ihr chemisches Verhalten eingegangen.

Das Fach „Pharmazeutische und medizinische Chemie“ ist ein Prüfungsfach des 2. Staatsexamens.

Pharmazeutische Technologie

Die Ringvorlesung „Pharmazeutische Technologie“ richtet sich an alle Studenten des 5.-8. Semesters. Wobei die Themen rotieren, sodass jeder mal alle Themen im Laufe der vier Semester gehört hat.

In dieser Vorlesung werden die einzelnen Arzneiformen, wie z.B. Pulver, Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Aerosole, überzogene Arzneiformen, Kapseln, ‚Parenteralia usw., deren Herstellung, sowie physikalischen Eigenschaften durchgegangen.

Das Fach „Pharmazeutische Technologie“ ist ebenfalls ein Prüfungsfach des 2. Staatsexamens.

Pharmazeutische Biologie (Arzneipflanzen, biogene Arzneistoffe, Biotechnologie)

Die Ringvorlesung „Pharmazeutische Biologie“ richtet sich an alle Studenten des 5.-8. Semesters. Wobei die Themen rotieren, sodass jeder mal alle Themen im Laufe der vier Semester gehört hat.

In diesem Fach dreht sich alles rund um die Arzneipflanzen und biogenen Arzneistoffe. Es wird besonders auf die Inhaltsstoffe der Arzneipflanzen (Strukturformel, Wirkung, Gewinnung, Biosynthese usw.), sowie deren Herkunft, bezüglich ihrer Stammpflanze und Familie, eingegangen.

Auch dieses Fach ist ein Prüfungsfach im 2. Staatsexamen.

Pathophysiologie

Die Ringvorlesung „Pathophysiologie“ richtet sich an alle Studenten des 5.-8. Semesters. Wobei die Themen rotieren, sodass jeder mal alle Themen im Laufe der vier Semester gehört hat. Allerdings geht die Vorlesung nur über zwei Semester, sodass im 7. Semester dieselben Themen wie im 5.Semester dran kommen.

Hier werden, wie der Name der Vorlesung schon sagt, pathophysiologische Grundlagen von Erkrankungen besprochen.

„Pathophysiologie“ ist kein Prüfungsfach, aber dennoch eine gute Ergänzung zur Pharmakologie und klinischen Pharmazie.

Pharmakologie und Toxikologie (Pharmakotherapie)

Die Ringvorlesung „Pharmakologie und Toxikologie“ richtet sich an alle Studenten des 5.-8. Semesters. Wobei die Themen rotieren, sodass jeder mal alle Themen im Laufe der vier Semester gehört hat.

In der Vorlesung „Pharmakologie“ werden die einzelnen Arzneistoffgruppen, sowie deren Wirkmechanismus, Wirkung, Indikation und unerwünschte Arzneimittelwirkungen durchgesprochen. Themen sind dabei z.B. Zytostatika, Antidiabetika, Hormone, Analgetika und viele viele mehr. J

Auch das Fach „Pharmakologie“ ist ein Prüfungsfach des 2. Staatsexamens.

Zusammenfassend schreibt man in folgenden Fächern Klausuren:

  • Arzneistoffanalytik unter besonderer Berücksichtigung der Arzneibücher

Hier geht’s zum 6. Semester!