Viele angehende Studenten/ innen fragen sich, ob man neben dem Pharmaziestudium auch arbeiten kann. Das lässt sich aus meiner Sicht gar nicht so einfach beantworten und kommt auf die jeweilige Person drauf an.

Viel Zeit in der Uni

Grundsätzlich muss ich sagen, dass man gerade im Vergleich zu anderen Studienfächern sehr viel Zeit in der Uni verbringen muss. Es ist üblich, dass ihr während des gesamten Studiums täglich von 8-17 Uhr in der Uni seid und Vorlesungen und Praktika habt. Als wenn das nicht schon ausreichen würde, müsst ihr zusätzlich noch Protokolle schreiben und für Colloquiums lernen. Colloquiums sind kleine mündliche Prüfungen, die zu Beginn von einigen Praktika und Seminaren durchgeführt werden. Sollte man die Prüfung mal nicht bestehen, darf man an diesem Praktikum/ Seminar nicht teilnehmen und hat die Möglichkeit, zum „Nachkolloqe“ zu gehen. Aber keine Angst, das kommt nur sehr selten vor :-) An den Wochenenden könnt ihr dann das nachholen, was ihr innerhalb der Woche nicht geschafft habt oder bereitet euch auf die Abschlussklausuren des Semesters vor.

Wie ihr seht, hat man während des Studiums nicht besonders viel Zeit. Ein Nebenjob geht eigentlich nur am Wochenende. Will man die Stunden für einen 400 € Job zusammenbekommen, müsste man bei 10 € pro Stunde jedes Wochenende ca. 10 Stunden arbeiten, was eigentlich kaum machbar ist. Es sollte nicht vergessen werden, dass man auch mal Zeit zum Erholen braucht und seine Freundschaften pflegen muss.

Arbeiten in den Semesterferien

Aus diesem Grund bleiben eigentlich nur die Semesterferien, um neben dem Studium Geld zu verdienen. Da keine Hausarbeiten während des Studiums zu schreiben sind, hat man wenigsten hier mal etwas Zeit zum Arbeiten. Ich habe es immer so gemacht, dass ich in den Semesterferien „vorgearbeitet“ habe und dann in der Vorlesungszeit etwas kürzer treten konnte. Wichtig zu wissen ist aber noch, dass die Semesterferien in der Regel kürzer sind als in anderen Studiengängen.

Was kann man arbeiten?

Natürlich ist ein Job in der Apotheke am besten, da so bereits während des Studiums Erfahrungen gesammelt werden können. Da dies aber ohne eine Ausbildung zur PTA oder PKA kaum möglich ist, kommt diese Option nur für wenige in Betracht. Ihr müsst dann auf die typischen Studentenjobs zurückgreifen wie etwa Kellnern, Putzen oder im Einzelhandel arbeiten.

Wann und Wo kann man arbeiten?

Um theoretische Erfahrungen zu vertiefen und praktische Fähigkeiten zu erwerben bietet es sich an bereits während des Studiums in einer Apotheke zu arbeiten. Dies ist möglich, jedoch individuell abhängig von der jeweiligen Person und Fachkompetenz. Das erfolgreich bestandene erste Staatsexamen erlaubt es euch, unter Aufsicht eines Apothekers, im Handverkauf zu arbeiten. Allerdings solltet ihr euch dafür bereits ein Grundwissen zur Beratung angeeignet haben. Zahlreiche Apotheken werden sich über eure tatkräftige Hilfe freuen. Dennoch wird es für euch eine anspruchsvolle Herausforderung, die Arbeit und das Studium unter einen Hut zu bekommen. Deshalb ist es besonders wichtig, in einer Apotheke integriert zu sein, die euch auf eurem ehrgeizigen Weg mit Rat und Tat unterstützt. Die Förderung von jungen Apothekern liegt der MEDICON Apotheke besonders am Herzen. Zum Beispiel unterstützt sie euch mit erfahrenen Teams in modernen Einrichtungen und bietet euch dadurch eine hervorragende Grundvoraussetzung, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Mehr Infos findet ihr auf www.medicon-apotheke.de/karriere/unsere-mitarbeiter

Fazit

Arbeiten und Pharmazie studieren passt leider nicht wirklich zusammen. Die wenige freie Zeit sollte lieber zur Erholung oder Freizeit verwendet werden. Wenn ihr aber auf das Geld angewiesen seid, lässt es sich leider nicht vermeiden. Mit einer guten Zeiteinteilung und viel Fleiß könnt ihr es aber schaffen, sofern ihr ein „Powermensch“ seid!